Mittwoch, 26. Juli 2017

Philosophie und das Schreiben – Sprachphilosophie

„Alle Sprache ist Bezeichnung der Gedanken, und umgekehrt die vorzüglichste Art der Gedankenbezeichnung ist die durch Sprache, dieses größte Mittel, sich selbst und andere zu verstehen.“
-Immanuel Kant-

In dieser Ausgabe von Philosophie und das Schreiben soll es ein wenig um tieferliegende Strukturen gehen. Welchen Stellenwert hat Sprache und welche Rolle spielt sie für uns?



Was macht einen Menschen zum Menschen? Manche Sprachphilosophen gehen davon aus, dass die menschliche geistige Kompetenz, unser Wissen, Verstehen und Reflektieren, uns zu dem macht, was wir sind und das, durch unsere Sprache. „Nur als sprachbegabtes Wesen besitzt der Mensch Geist.“ Unsere Wissensentwicklung ist dementsprechend an die Sprachentwicklung gekoppelt.

„Die Sprache gehört zum Charakter des Menschen.“
-Sir Francis von Verulam Bacon-

Es gibt viele Möglichkeiten, Sprache und Schriftstellerei miteinander zu verbinden, unter anderem durch…
  • Sprache und Integration
  • Dialektik
  • Gebärdensprache und Blindenschrift
  • Mentalitäten und ihre sprachlichen Verknüpfungen
  • Aussterbende Sprachen
  • Kombination von Sprache und Denken
  • Sprache und Charakter

Zu letzterem folgt ein kurzer Abriss:

Sprache entscheidet zuweilen über den Ausgang eines Jobangebots, eines Dates oder auch eines Streits. Wichtig bei der Koppelung zwischen Sprache und Charakter ist die Verbindung von Sprache und Denken, so zeigt sich ein Unterschied zwischen Handlungs- und Zielorientierung zwischen deutsch- und englischsprachigen Menschen, bzw. zwischen Fremd- und Muttersprachlern¹. Fremdsprachen werden differenzierter wahrgenommen und weiter entfernt von uns selbst.

Auch eine gehobene, geschwollene oder stockende Sprache zeichnet uns aus und wird von anderen als Charaktermerkmal wahrgenommen. Zur Sprache, sowie zur Sprachphilosophie zählen auch andere Arten von Kommunikation: Mimik, Gestik und Haltung. All diese sprachlichen Eigenarten, so auch Sprachpausen und Dialekte, können wir als Autoren auch an unsere Charaktere weitergeben.


Probiert es doch einfach mal aus!

Ein schrulliger Professor – Ernsthaft und Wissbegierig, aber schusselig und ein wenig eigen. (Vielleicht bekommt er ja sogar einen kleinen Dialekt?)

Der sich aufplusternde Anwalt – Pathetische, aber nichts desto trotz eitle Sprache und selbstherrliches Auftreten.


Welche Kombinationen fallen euch noch ein und wie muss ein authentischer Charakter für euch gebaut sein?


¹ http://www.taz.de/!5009093/

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Zum Weiterlesen:



Jenny bloggt außerdem auf www.jennifergreve.wordpress.com/


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