Mittwoch, 29. März 2017

Warum einfach mal nicht zu schreiben, keine Schande ist!

Es gibt Kurse, Pläne, Systeme, Beratungen, Webseiten mit Hilfestellungen und noch vieles, vieles mehr zum Thema Schreiben. Auch hier, bei Schreibmeer.com, gibt es Artikel en masse zum Thema Schreiben, Schreibblockaden auflösen, tägliche Schreibroutine fördern und so weiter und so fort …

Alles dreht sich im Endeffekt nur um eines: Schreiben, schreiben, schreiben!



Wenn der Kopf aber dann doch mal leer ist und sich auch nach noch so vielen Anläufen nicht kreativ betätigen will, platzt es aus uns heraus: Frust über unsere Unfähigkeit, die gewünschten 500 Worte/2000 Zeichen/2 Seiten zu schreiben. Meist wird dieser Frust von einem schlechten Gewissen begleitet. Jeder hat seine individuellen Ziele, wie viel er oder sie, in einem bestimmten Zeitraum zu schreiben gedenkt. Sollte es dann doch einmal nicht klappen, läuft es immer wieder auf dasselbe hinaus: Wenn der Kopf leer ist, ist er eben leer.

Da hilft auch kein Frust und kein schlechtes Gewissen, kein verzweifeltes Wünschen, dass die Kreativitätsmaschine ihren Dienst wiederaufnehmen soll. Am Ende zwingt man sich oft dazu, doch zumindest irgendwas aufs Papier zu kriegen. Was viele dabei entweder nicht wahrnehmen oder einfach geflissentlich übersehen – auch ein Muskel der überstrapaziert wird, erleidet dabei über kurz oder lang erhebliche Schäden. Es ist also definitiv KEINE Schande, den Stift mal aus der Hand zu legen, oder das Schreibprogramm zu schließen und sich anderen Themen und Bereichen des Lebens zuzuwenden. Wichtig ist hier aber, dran zu bleiben und wieder mit dem Schreiben anzufangen. Was ebenfalls nicht vergessen werden sollte: Das Gehirn braucht Zeit, um das von uns erarbeitete Wissen (Informationen die durch Recherchen, Mind-Mapping usw. gesammelt wurden) anständig verarbeiten zu können.

Für die Zwischenzeit jedoch hilft es oft, etwas völlig Anderes zu tun. Seine Gedanken mal abseits des Plots oder der eigenen Charaktere schweifen zu lassen und nicht immer nach neuen Inspirationen zu suchen.

Dies eine Leben

Nimm dir Zeit in deinem Leben,
und beende dieses Hasten,
leg auch ab dein stetes Streben,
lern pausieren, ruhen, rasten.

Hör einfach nur auf deinen Bauch
und lass die Fünf mal grade sein,
mach es wie viele andre auch,
trink ein Glas Wein bei Kerzenschein.

Geh mit deinem Hund spazieren,
oder bleib im Bette liegen,
kannst auch in der Stadt flanieren,
allenfalls in Urlaub fliegen.

Mach einfach das, was dir gefällt,
und genieß dies eine Leben
denn auch für große Berge Geld
wird dir ein zweites nicht gegeben.

- Horst Rehmann –


Kommentar von einer unserer Schreibmeerautorinnen Sabrina:

Für Künstler gilt also, dass man ab und zu beim Faulsein am produktivsten ist. ;-) 

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Zum Weiterlesen:



Jenny bloggt außerdem auf https://jennifergreve.wordpress.com/


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