Samstag, 31. Dezember 2016

Einfach mal abschalten: Bewusst Pausen machen

„Wir haben viel zu wenig Muße: Zeit, in der nichts los ist. Das ist die Zeit, in der die Einsteins, die kreativen Forscher, ihre Entdeckungen machen. Der Betrieb und die Routine sind uninteressant und kontraproduktiv.“
- Adolf Muschg -

Die Frage danach, wieso Pausen wichtig sind, müssen wir uns in einer Zeit, in der Achtsamkeit und bewusstes Leben eine neue, große Rolle einnehmen, nicht mehr stellen. Sie geben uns einen Ausgleich zu all dem Stress, den wir auf der Arbeit, aber auch im Alltag ansammeln. Einen Ausgleich in Form von Entspannung, Spaß, Motivation und Klarheit.



„Statt zu sagen: Sitz nicht einfach nur da – tu irgendetwas, sollten wir das Gegenteil fordern: Tu nicht einfach irgendetwas – sitz nur da.“
- Thich Nhat Hanh -

Aber können wir das überhaupt noch? Das Nichts-Tun? Können wir einfach abschalten und uns zum Beispiel der Ruhe überlassen? Bleibt nicht ein Gefühl der Unzufriedenheit? Ein Gedanke, dass wir in der Zeit in der wir nichts taten, so viel hätten erledigen können? Viele Menschen müssen sich erst daran gewöhnen nichts zu tun. Immer in Bewegung, von einer Aufgabe zur nächsten. Egal ob Geschäftsmann /-frau oder Hausfrau/-mann. Der Stresspegel scheint einfach immer weiter zu steigen. Auch, oder auch gerade kreative Köpfe haben mit solchen Problemen zu kämpfen.

- Ich liege auf der Couch. Meine Bachelorarbeit ist fertig. „Zeit zum Durchatmen“, denke ich, aber Pustekuchen. Die Arbeit ruft. Familie und Freunde wollen mal wieder mein Gesicht sehen. Der Schreibmeer-Artikel steht an. Meinen Sport darf ich nicht vergessen, sonst gibt’s wieder Rückenprobleme. Meine Fantasie sieht ihre Chance gekommen, nach all diesem fachsprachlichen Kram auch mal wieder zu Pötte zu kommen und was passiert? Ich hetze weiter. Auch wenn all das wirklich Spaß macht, merke ich doch, dass ich langsam mal gerne abschalten würde. Und dann schlägt sie zu – die Jahreszeit mit ihren Erkältungswellen. Ich liege wieder auf der Couch. Diesmal mit einer schön warmen Tasse Tee, Keksen, Kerzenlicht, Musik und einem schönen Buch. So langsam lässt mich der Gedanke los, dass ich jetzt etwas Produktives leisten könnte. Das Buch wird auf den Tisch gelegt, die Musik leise gedreht. Und Schwups – ich schlafe. Mein Körper holt sich was er braucht. -

Was diese kleine Episode aus meinem Leben verdeutlichen soll?

Macht Pausen!

Am Ende kriegen Geist und Körper doch was sie wollen und wenn sie euch dafür erst flachlegen müssen. Man kann ganz bewusst Pausen mit in seine Lebenswelt einbauen. Ihr seid gerade mit einem wichtigen Projekt beschäftigt und kommt einfach nicht weiter? Macht mal Pause und lasst euer Gehirn und eure Gedanken sich neu ausrichten. Vor allem solltet ihr in solchen Phasen euren Schlafrhythmus nicht grundlegend verändern und weniger schlafen, nur um mehr zu erreichen. Verschiedene Wissenschaftler, darunter die Psychologin Sara Mednick, weisen darauf hin, dass das Gehirn im Schlaf Probleme verarbeiten kann. Natürlich können Pausen nicht nur aus Ruhe und Entspannung bestehen. Wer viel mit dem Kopf arbeitet, sollte sich einen sportlichen Ausgleich suchen. Damit ist allerdings nicht zwangsläufig hartes Training gemeint! Ganz wichtig ist das Innehalten und mal tief durchatmen. Jeden Tag ein paar Minuten die Sonne, die Luft und das Leben bewusst wahrnehmen und vor allem sich daran ERFREUEN. Genieß deine kleinen und großen Pausen, auch wenn du eigentlich viel zu viel zu tun hast. Dein Geist und dein Körper werden es dir danken.

„Immer, wenn ich mitten im Alltag innehalte und gewahr werde, wie viel mir geschenkt ist, werden die zahllosen Selbstverständlichkeiten zu einer Quelle des Glücks.“
- Gustave Flaubert -

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Jenny bloggt außerdem auf https://jennifergreve.wordpress.com/


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