Mittwoch, 9. November 2016

Autorenfotos - ein Erfahrungsbericht

Überall liest man heute, wie wichtig es ist, dass sich ein Autor als Marke präsentiert. Alles soll stimmig sein: Genre, Geschichte, das Homepagedesign usw. sollen zur Zielgruppe und den eigenen Werken passen. Dazu gehört auch das Foto. Denn das ist es, womit man sich präsentiert. Ein gutes Porträt erhöht die Glaubwürdigkeit und vermittelt einen ersten Eindruck über die Person.




Anfangs habe auch ich ein einfaches Handyfoto verwendet, das zugegebenermaßen nicht besonders gut war. Aber es hat mir gefallen. Auch mein Blog war damals noch sehr improvisiert, ich war noch weit davon weg, irgendetwas professionell zu veröffentlichen und so hat das provisorische Foto ganz gut ins Gesamtbild gepasst.


Irgendwann, nachdem mich das Thema „Autorenfotos“ immer wieder über Blogartikel und Newsletter erreicht hat und mein Blog einige Veränderungen mitgemacht hat, bekam auch ich Lust, mir ein professionelles Porträt zuzulegen. Ich begann also mit der Suche nach einem Fotografen. Das war eigentlich recht einfach. Ich habe mich auf verschiedenen Homepages umgesehen, ein wenig die Preise verglichen (dabei die aussortiert, die ich mir nicht leisten konnte) und schließlich entschieden, welche Bilder mir prinzipiell am besten gefallen. Wichtig war mir hierbei, die Sache mit den Bildrechten direkt zu klären. Also habe ich das Studio angeschrieben und direkt erklärt, dass ich Fotos für Social Media, mein Autorenprofil und ähnliches möchte. In meinem Studio galt das dann als „Business-Shooting“. Die Preise waren aber fair. Also bin ich ein paar Tage später hin und habe einen Termin gemacht.

Zum Glück hatte ich bis zu meinem Shooting noch vier Wochen Zeit. Denn ich hatte mich vorher noch nicht damit beschäftigt, was ich anziehen möchte, worauf ich achten muss usw. Also habe ich angefangen, Tipps für Porträtshootings zu lesen. Da gibt es so einiges an Regeln. Und auf jeder Homepage steht nochmal was anderes. Was mir am meisten zu schaffen gemacht hat, war folgender Tipp: Verwenden sie schlichte Kleidung und meiden sie Muster.
Na toll. Meine Lieblingsbluse, die ich eigentlich hatte anziehen wollen, war gepunktet. Und jetzt? Ich habe einige vergebliche Shoppingversuche gestartet, aber nichts gefunden, worin ich mich wohl gefühlt hätte und was so gut zu mir gepasst hätte. In meiner Verzweiflung habe ich dann noch einmal gegoogelt und eine Homepage von einer Fotografin gefunden, die schrieb, dass man anziehen kann, was man will (so lange es zum Anlass passt). Die Regel mit den schlichten Farben gelte eher für Firmenshootings, Bilder mit mehreren Personen (damit es nicht zu überladen wirkt) oder Bewerbungsbilder im Businessbereich. Ich habe mich auf diesen einen Artikel verlassen und bin tatsächlich mit meiner Lieblingsbluse zum Shooting.
Ungefähr zwei Wochen vorher bin ich noch zum Frisör gegangen. Später habe ich gelesen, dass das auch tatsächlich ein Tipp ist: 14 Tage vorher zum Frisör gehen. Ich habe keine Ahnung, warum. Eine Woche oder ein paar Tage vorher hätten mir wohl auch gereicht. Aber so hat es tatsächlich gut gepasst.

Der eigentliche Termin war dann sehr schön. Ich war vorher ziemlich nervös, aber die Fotografin war sehr nett und ich habe mich gleich wohlgefühlt. Sie wollte wissen, was ich mir so vorgestellt habe (ein natürliches Porträt) und war begeistert von meiner gemusterten Bluse (Juhuu).
Zum Termin hatte ich ein professionelles Make-up gebucht. Während des Schminkens haben wir locker gequatscht übers Fotografieren und Schreiben. Dann ging das Shooting los. Erst im Studio in einem eigenen kleinen Räumchen vor verschiedenen Hintergründen. Dann wollte sie nach draußen … in ein Einkaufszentrum. Da wurde ich schnell nochmal nervös. Irgendwo in einem Kämmerchen heimlich Fotos machen war kein Problem. Aber im Einkaufszentrum und auf einem großen Platz in der Stadt? Als wir dann erst mal draußen waren, war es aber gar kein Problem mehr. Ich hatte genug damit zu tun, richtig zu stehen und in die Kamera zu grinsen. Die vielen Menschen um uns herum sind mir kaum aufgefallen. Trotzdem war ich erleichtert, als es dann vorbei war.

Ich durfte mir direkt dort meine Lieblingsbilder aussuchen und mitnehmen. Ich habe mich für vier Stück entschieden, wobei ich zwei für meine Autorentätigkeit nutze. Die anderen habe ich einfach für mich mitgenommen.

Meine offiziellen Bilder sehen nun so aus:



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Zum Weiterlesen:



Sabrina bloggt außerdem auf sabi-writing-whatever.com


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