Samstag, 31. Oktober 2015

Gastartikel: Sex in Horrorgeschichten

Sex in Horrorgeschichten ist wie Mentos in Coca-Cola.
Sag jemandem, dass du Erotikgeschichten schreibst, und du wirst belächelt, wahrscheinlich für versaut gehalten.
Sag jemandem, dass du Horrorgeschichten schreibst, und du wirst belächelt, wahrscheinlich für einen Psychopathen gehalten.
Und jetzt stell dir vor, was passiert, wenn du sagst, dass du erotische Horrorgeschichten schreibst. Siehst du deinen Gesprächspartner schon laufen? 

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Kamasutra, Bondage und Blümchensex – Worauf steht dein Charakter?

Auch außerhalb von Erotik- und Liebesromanen haben Sexszenen eine Existenzberechtigung. Sei es, weil sie für die Handlung oder die Entwicklung der Charaktere in irgendeiner Form von Bedeutung sind oder weil sie dem Leser einen Aspekt der Figuren näherbringen sollen, den man auf anderem Wege nur schwer bis gar nicht vermitteln kann.




Wie detailliert ihr eine Sexszene schreibt, bleibt euch überlassen. Aber selbst, wenn ihr nur Andeutungen macht, sollte das intime Miteinander eurer Figuren daraus ersichtlich sein, wenn die Szene für euren Roman von Bedeutung ist.

Samstag, 24. Oktober 2015

Wie genau sollte Sex dargestellt werden?

Manchmal habe ich den Eindruck, dass Sex in der Literatur nur auf zwei Arten gezeigt wird: Entweder mit Luststäben und platzenden Knospen oder gar nicht. Die ganze Bandbreite dazwischen wird leider viel zu häufig außer Acht gelassen. Warum ist das so? Und woher weiß man als Autor, wie viel Sex für die Geschichte gut ist? Zunächst möchte ich festhalten, dass es mir keinesfalls um explizit pornographische Literatur geht, sondern um Unterhaltungsliteratur, Jugendbücher, Liebesromane, ...


Mittwoch, 21. Oktober 2015

Gastbeitrag: Lesben in Büchern ...?

Auf den ersten Blick scheint explizit lesbische im Vergleich zur übrigen Literatur dünn gesät. Dabei ist Homosexualität in der Literatur ohnehin schon nicht besonders verbreitet, sucht man aber gezielt danach, stellt die Mehrheit der Bücher gleichgeschlechtliche Beziehungen zwischen Männern in den Mittelpunkt, was in der Porno-Industrie wiederum anders aussieht. An dieser Stelle könnte sich ein endloser Sermon darüber finden, wie sehr Lesben immer noch als Sexobjekte und Männerfantasien aufgefasst und abgetan werden, aber darum soll es in diesem Artikel schließlich nicht gehen. Trotzdem scheint dieser Umstand, egal, wie viel sich in der Gesellschaft in der Hinsicht schon getan hat, mit ein Grund dafür zu sein, dass man nach lesbischer Literatur, von der man einen gewissen Gehalt erwarten kann, suchen muss.

Samstag, 17. Oktober 2015

„Dann fick dich doch selber!“ - Selbstbefriedung als Charakterisierungsmittel

Wenn es ein Thema gibt, das für jeden noch alltäglicher ist und über das die meisten Autoren noch weniger gern schreiben als Sex, dann ist das Selbstbefriedigung. Das liegt wohl besonders daran, dass viele Autoren denken, dass sie zu viel über sich selbst und ihre Vorlieben preisgeben würden – oder es ist ihnen einfach unangenehm, weil es gesellschaftlich verpönt ist. Viele halten es auch für unwichtig, ähnlich einer Beschreibung des Stuhlgangs, weil es eben so alltäglich ist oder es keine für die Geschichte relevanten Erkenntnisse mit sich bringt. Es könnte auch die Angst mitschwingen, dass es ein billiges Mittel ist, um das Buch zu vermarkten, nach dem Motto „Sex sells“.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Gastartikel: Schreiben über Sex oder Sex beim Schreiben

"Seine Hand auf ihrem Kopf. Ihre Augen, ihre hohe, verschwitzte, irgendwie eiförmige Stirn und ihre Haare, mit denen sie nichts machte, nichts anderes, als seine Schenkel zu streicheln, nichts anderes als ihn anzuschließen an ihren Stromkreis. Ein paar Haarspitzen blieben haften an seinem Schwanz und übernahmen die Versorgung."

Samstag, 10. Oktober 2015

Im Korsett und hinter Spitzenvorhängen - Wie prüde waren die Viktorianer?

Denkt man an die viktorianische Ära, hat man weit ausladende Kleider, Herren mit Zylindern und eine sehr zugeknöpfte Zeit vor Augen. Man blickt auf die industrielle Revolution und die Arbeiterbewegung. Literatur ist etwas für den samtbezogenen Salon mit schmucken Sitzgelegenheiten und üppigen Blumenarrangements in Porzellanvasen.


Mittwoch, 7. Oktober 2015

Gastbeitrag: Homosexualität in der Literatur – Aus der Sicht eines Mannes


Wenn ich an Literatur denke, in der es um Homosexualität geht - insbesondere mit Männern - habe ich früher immer so ein bestimmtes Bild im Kopf gehabt. Das war eine Mischung aus muskulösen Männern und ekligen Worten. Ich weiß nicht, warum ich dieses Bild im Kopf gehabt habe. Man könnte natürlich sagen, die Cover mancher Bücher sind nicht ganz unschuldig. Man könnte aber auch sagen, dass daran eine Kurzgeschichten-Sammlung, die ich gelesen habe, schuld war. Als ich diese Geschichten gelesen habe, wurde nämlich genau dieses Bild geäußert. Die Sprache war furchtbar schlecht, Wörter wie "bearbeiten" "saugen" – und den Rest erspare ich an dieser Stelle – haben natürlich beim ersten Gehversuch in diese Richtung den Grundpfeiler gelegt.
 Ich muss sagen, das hat mich abgeschreckt. Wirklich abgestoßen. Selbst als Schwuler hat man seine eigenen Grenzen, weil man nicht jedes Klischee erfüllt, was man vielleicht geboten bekommt. Weil wie bei allen anderen Menschen auch, hat da jeder eben seine eigenen Vorlieben. Das waren aber nicht meine. Und deswegen hatte ich danach nicht wirklich Lust, noch weitere Bücher in diese Richtung zu lesen.

Samstag, 3. Oktober 2015

„Das erste Mal“ – Geschlechtsverkehr von Jugendbuch bis Erotikroman

Vor ein paar Jahren hätten wir über diesen Artikel vielleicht noch geschrieben „Achtung, nicht lesen, wenn ihr noch nicht 16 seid!“ oder wir wären nie im Leben auf die Idee gekommen, einen ganzen Monat lang über das Thema „Sex“ zu schreiben. Aber sind wir mal ehrlich: Die Gesellschaft hat sich verändert und damit auch der Buchmarkt.


Donnerstag, 1. Oktober 2015

Kolumne: Sex sells – vom Hausfrauenporno bis zur Dreilochstute

Spätestens seit SoG ist die erotische Literatur salonfähig geworden. Natürlich gab es auch vorher schon „Schmuddelliteratur“ in Form von freien Texten im Internet und eindeutigen Bänden in Bahnhofsbuchhandlungen, die auf ihren Covern meistens halb entblößte Männer zeigen, welche wiederum schmachtende, üppig bestückte Damen in den Armen halten.