Samstag, 19. September 2015

Wenn die Muse dich nicht küsst – 10 Quellen der Inspiration

Das Szenario kennen wir wohl alle: Wir sitzen vor dem leeren Bildschirm, starren auf den blinkenden Cursor und uns will einfach nichts einfallen. Je mehr man sich darauf versteift, unbedingt eine Idee haben zu müssen, desto blockierter wird man.

Das kommt dir bekannt vor? Dann habe ich gute Neuigkeiten für dich: Es gibt Mittel und Wege, die Kreativität wieder anzustoßen, damit die Ideen wieder anfangen zu sprudeln.




Im Folgenden möchte ich dir zehn mögliche Quellen der Inspiration aufzeigen.


1. Entspanne dich!

Kennst du das? Kaum hast du dich ins Bett gelegt und bist kurz vor dem Einschlafen, kommt dir eine brillante Idee. Um kreativ zu sein, musst du dich entspannen. Nur so können die Gedanken wieder fließen. Mir kommen die besten Ideen zum Beispiel beim Duschen.Wie wäre es mit einem heißen Bad? Vielleicht ist auch Meditation etwas für dich. Setze oder lege dich bequem hin und schließe deine Augen. Atme ruhig ein und aus, achte auf deine Atemzüge. Wenn du willst, kannst du leise Entspannungsmusik laufen lassen. Damit kannst du auch deine Gedanken beeinflussen. Ein leises Meeresrauschen zum Beispiel wird dir Bilder vom Strand in den Kopf zaubern, Indianermusik das Abenteuer eines Volksstamms. Konzentriere dich auf die Musik oder Stille, je nachdem was dir lieber ist, und schicke deine Gedanken auf die Reise...


2. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Bilder sind wohl eine der besten Inspirationsquellen überhaupt. Im Zeitalter des Internets haben wir es da besonders bequem: Websites wie DeviantArt oder Pinterest bieten eine Vielzahl an Bildern und man kann bei letzterem sogar eigene Pinnwände zu beliebigen Themen erstellen. Es bietet sich an, auf Pinterest Pinnwände zu deinen aktuellen Geschichten anzulegen und fleißig Bilder zu sammeln. Auch das Folgen von Pinnwänden, die ähnliche Themen behandeln, kann sinnvoll sein. Aber nicht nur online findet sich tolles Bildmaterial. Auch in Zeitschriften und sogar Werbeprospekten (zum Beispiel von Reiseanbietern) finden sich inspirierende Schätze.


3. Heute schon Zeitung gelesen?

Nein? Dann wird es aber Zeit! Zeitungen und Zeitschriften sind eine wahre Fundgrube für Ideen. Man kann sich gar nicht vorstellen, was für unglaubliche Dinge Tag für Tag in der Welt geschehen. Auch das Internet bietet zahlreiche interessante Artikel. Am besten legst du dir einen Ordner an, in dem du inspirierende Artikel sammelst. So kannst du immer darauf zugreifen, wenn dir mal wieder die Ideen fehlen.


4. Das Kind muss an die frische Luft!

Als ich noch ein kleiner Knirps war, sind wir oft in die Berge gefahren. Für mich war das als Kind eher eine Tortur als ein tolles Erlebnis. Irgendwann habe ich angefangen, mir beim Wandern Geschichten auszudenken, um mich abzulenken. Ich bezog die Natur um mich herum automatisch in meine Ideen mit ein. Was, wenn hinter diesem Fels dort hinten ein Riese lebt? Was, wenn es in diesem Wald in Wirklichkeit nur so vor magischen Fabelwesen wimmelt? Die Natur ist eine großartige Inspirationsquelle und Bewegung fördert die Kreativität. Egal, ob du wandern, joggen oder schwimmen gehst, Sport wird dir helfen, einen freien Kopf zu bekommen.


5. Lesen, lesen, lesen

Mal ganz ehrlich – was kann inspirierender sein als andere Geschichten? Natürlich geht es hier nicht darum, diese zu kopieren. Vielmehr sollen die Ideen anderer Autoren unsere eigene Kreativität wieder in Schwung bringen. Geh doch mal in die städtische Bücherei oder einen Bücherladen. Suche dir ein Buch aus, das dich direkt anspricht, lese den Klappentext durch oder schlage es einfach auf einer beliebigen Seite auf. Versuche dann, das Gelesene weiterzuspinnen. Stell dir dazu Fragen, die mit „Was wäre wenn...?“ beginnen.
Alternativ zu Büchern können natürlich auch Filme oder Serien die Fantasie anregen.


6. Schreck, lass nach!

Du bist ein richtiger Hasenfuß oder hast eine sehr ausgeprägte Phobie? Dann gibt es jetzt gute Neuigkeiten – diese Ängste kannst du für eine Geschichte nutzen! Vor allem Gruselgeschichten leben davon, von etwas zu handeln, dass uns Angst einjagt. Du hast Angst vor Spinnen? Aufzüge oder enge Räume bescheren dir einen schnellen Puls? Schreibe eine Liste mit allen Dingen, die dir Angst machen. Werfe anschließend einen Blick darauf und überlege dir zu jeder dieser Phobien, wie du sie in eine Geschichte einbauen könntest. Die Spinnenphobie könnte in einem Horrorschocker über Riesenspinnen verarbeitet werden. Die Angst vor dem Aufzugfahren in einer Geschichte, in der der Aufzug stecken bleibt – und die Protagonistin ist allein mit diesem gruseligen Typen. Möglichkeiten gibt es so viele, wie es Ängste gibt.


7. Allein unter Fremden

Genauso inspirierend wie die freie Natur sind belebte Orte, wie Bahnhöfe, Stadtparks oder Cafés. Suche dir einen gemütlichen Platz und zücke dein Notizbuch. Beobachte nun die Leute um dich herum und überlege dir, wer diese Leute sein könnten, was sie im Leben machen, mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben. Erfinde Namen für sie, notiere dir besondere Merkmale – vielleicht beobachtest du gerade die Protagonisten für deinen nächsten Roman?


8. Kreativität hat viele Seiten

Das Schreiben will nicht so recht hinhauen? Kein Problem. Es gibt so viele andere Wege, deine Kreativität in Schwung zu bringen. Egal, ob du deine Wohnung neu dekorierst, ein Bild malst oder zeichnest, ein neues Kochrezept ausprobierst oder etwas bastelst – dich mit etwas anderem kreativ zu beschäftigen, kann unglaublich inspirierend wirken.


9. Es tönen die Lieder

Wir hatten bereits, dass Bilder eine tolle Inspirationsquelle sein können. Es gibt aber noch etwas anderes, dass eindeutig zu den Favoriten in dieser Liste zählt: Musik! Musik ist etwas ganz Besonderes. Sie transportiert die unterschiedlichsten Emotionen, verbindet Menschen aus den verschiedensten Kulturen und es gibt wohl kaum jemanden, der nicht irgendeine Art von Musik gerne mag. Das Tolle ist, dass du Musik individuell an dein Genre anpassen kannst. Du schreibst gerade an einem Fantasyprojekt? Dann wäre wohl keltische oder mittelalterliche Musik passend. Deine Geschichte handelt von blutrünstigen Vampiren, Zombies und Werwölfen? Schauermusik sollte dich in die richtige Stimmung bringen. Bei Liebesgeschichten bevorzugst du wohl romantische Balladen, bei Actionszenen schnelle Rock- oder Metalmusik. YouTube ist hierfür eine echte Fundgrube. Stelle dir deine individuelle Schreibplaylist zusammen. Das hat einen tollen Effekt: Sobald du deine Schreibsongs hörst, wirst du automatisch an deine Geschichte erinnert und deine Kreativität in Gang gesetzt.


10. Träume sind Schäume

Egal, ob du tagsüber vor dich hinfantasierst oder nachts die wildesten Geschichten erlebst: Träume sind ideale Inspirationsquellen für Geschichten. Joanne K. Rowling soll die Idee für „Harry Potter“ in einem Zug gekommen sein, als sie verträumt aus dem Fenster gesehen hat. Stephenie Meyer hat nachts von einem Vampir geträumt, der sich in ein Menschenmädchen verliebt – der Bestseller „Twilight“ ist daraus entstanden. Selbst Albträume können Stoff für tolle Gruselgeschichten liefern. Das Wichtigste hierbei ist, dass du dir deine Träume sofort notierst, denn sie sind schneller wieder weg, als du dich versiehst. Am besten legst du dir ein Notizbuch neben das Bett, dann brauchst du nicht einmal aufzustehen. Es heißt, je öfter man sich seine Träume aufschreibt, desto besser kann man sich an sie erinnern.


Aufgabe: Probiere die Tipps einfach einmal aus. Nicht jeder Ratschlag ist für jeden geeignet, Menschen sind unterschiedlich. Manche kommen durch Ruhe und Mediation zu neuen Ideen, andere brauchen Bewegung und Leben um sich herum, um ihre Kreativität in Schwung zu bringen. Das kommt auch sehr darauf an, ob du eher ein introvertierter oder extrovertierter Typ bist. Versuche, die Methode zu finden, die am besten zu dir passt.

Gerne kannst du in den Kommentaren kurze Rückmeldung geben, welcher Tipp für dich am besten funktioniert hat – ich bin gespannt auf deine Erfahrungen!

Ich wünsche dir, dass dich deine Muse bald wieder küsst und die Ideen nur so sprudeln!


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Zum Weiterlesen:




Mimi bloggt auf www.myna-kaltschnee.com über Bücher und das Schreiben. Ihre Geschichten sind in den Genres Horror, Fantasy und Science Fiction zu Hause.

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