Samstag, 16. Dezember 2017

Jahresplanung für Autoren (Teil 2): Das Veröffentlichen

Neulich war doch dieser Black Friday. Vielleicht erinnert ihr euch? Für mich kommt er immer ziemlich plötzlich. Dabei habe ich das Gefühl, alle Welt weiß Bescheid, immerhin rennen sie in die Läden und kaufen jede Menge Zeug – nur ich nicht xD. Aber nicht nur der Black Friday überrascht mich jedes Mal. Auch diverse Feiertage und besondere Tage. Valentinstag, der 3. Oktober, … Das einzige, was ich im Kopf habe, sind die Termine für die Buchmessen, Schreibmonate und Halloween. Marketingtechnisch habe ich bisher auf jeden Fall nur an diese Events gedacht. Meine Schreibchallenge wurde zum NaNoWriMo 2016 veröffentlicht, unsere Anthologie Gruselmeer zum letzten Halloween. Gut und schön, aber es gibt noch viel mehr. Warum sollte man das nicht nutzen und sein Marketing gezielt darauf ausrichten?



Mittwoch, 13. Dezember 2017

Erfahrungsbericht: Schreibseminar "Psychologie in Krimi und Thriller" mit Martin Conrath

Willkommen zu meinem letzten Artikel in diesem Jahr. Heute pausieren wir mit unseren Writing Excuses, um das Schreibjahr mit etwas Besonderem ausklingen zu lassen. Wie versprochen, geht es in diesem Artikel um das Schreibseminar zum Thema „Psychologie in Krimi und Thriller“.
Leider war es mir aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich den Kurs zu besuchen. Deswegen habe ich mir Unterstützung für diesen Beitrag geholt, damit ihr trotzdem einen Einblick in das Seminar erhalten könnt.

Meine Freundin, Schreibschwester und Autorin Julia Jansen-Meurer hat den Lehrgang besucht und ist bereit mir einige Fragen zum Thema zu beantworten.

Hallo Julia.
Ich freue mich, dass du dir für meine Fragen Zeit nimmst, damit die Leser und ich eine Vorstellung von einem Schreibsminar bekommen.



Samstag, 9. Dezember 2017

Kill your darlings: Wer gut schreiben will, muss auch streichen können

„Schreiben ist leicht“, stellte Mark Twain einmal fest,“ man muss nur die falschen Wörter weglassen.“ Das klingt zunächst wie die Anleitung zur Herstellung eines Schoko-Nikolaus: Einen soliden Block Schokolade besorgen und dann alles entfernen, das nicht nach einem Nikolaus aussieht. Tatsächlich ist der Rat aber pures Gold, bei dessen Umsetzung sich die Spreu vom Weizen trennt.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Jahresplanung für Autoren: Das Schreiben (Teil 1)

Alle paar Monate kommt in meinem Leben der Moment, an dem alles in mir „Stopp“ schreit. Das Chaos breitet sich aus, Termine geraten durcheinander, Social Media wird zur Last, anstatt Spaß zu machen. Das ist dann der Punkt, an dem ich mich zurückziehe und mir überlege, was ich will. Meine Ziele rücken wieder in mein Bewusstsein, ich fokussiere mich darauf. Dann mache mir einen Plan und der funktioniert auch gut – solange ich ihn im Blick habe :D.



Samstag, 2. Dezember 2017

Bloggen für Anfänger: In 7 Schritten zum eigenen Blog (1. Teil)

Sie sprießen gerade wie Pilze aus den Boden und kaum ein Autor hat sich nicht wenigstens einmal Gedanken darüber gemacht, einen zu starten. Die Rede ist von Weblogs, kurz Blogs. Bloggen ist ein tolles Hobby, das so manch einer schon zum Beruf gemacht hat.

Doch wie startet man einen Blog? Was muss man alles beachten und was sollte man mitbringen, wenn man unter die Blogger gehen möchte? In der folgenden Artikelreihe möchte ich dir in sieben Schritten wertvolle Tipps an die Hand geben, wie du erfolgreich in die Blogosphäre einsteigen kannst.

Freitag, 1. Dezember 2017

Alle Jahre wieder – die Weihnachtsanthologie

Die Schreibmeer-Kolumne. Einmal im Monat dürfen unsere Autoren unter diesem Deckmantel aus den Tiefen des Schreibmeers blubbern.


Und da ist er wieder, der erste Dezember. Beginn der Adventszeit, Start des finalen Countdowns bis zu den Festtagen. Und der Zeitpunkt, ab dem unsere Timeline auf Facebook (und unser Newsfeed in anderen sozialen Netzwerken) mit Weihnachtanthologien, Wintergeschichten und Christmas Specials geradezu überschwemmt wird. Klar, die ersten Vorboten sind schon Ende Oktober aufgetaucht – vergleichbar mit Lebkuchen, Spekulatius-Packungen und Schoko-Weihnachtsmännern im Supermarkt – aber jetzt ist die Saison endgültig eröffnet.

Mittwoch, 29. November 2017

Schreiben und Lesen im universitären Alltag – Teil 2

Wie die Universität unsere Schreibskills erweitert und/oder vermurkst.

„Lesen bereichert den Menschen, mündlicher Gedankenaustausch macht ihn gewandt. Niederschriften verhelfen zu genauerem Wissen.“
Sir Francis von Verulam Bacon


Schon im letzten Artikel hatte ich sie angesprochen, die ach so bekannten, ach so umstrittenen und doch so mysteriös bleibenden Lesekompetenzen. Man bemerke die Mehrzahl: Meiner Meinung nach gibt es nicht die EINE Lesekompetenz, sondern viele verschiedene Teilkompetenzen unter anderem Textverständnis, Vorwissen und Motivation die zusammenwirken und den Lesevorgang bestimmen. Sie beeinflussen unsere Fähigkeit Informationen von anderen (seien es Texte oder Gespräche) aufzunehmen und befähigen uns dazu, unser eigenes Wissen fixieren zu können. Ein Leser zu sein bedeutet in vielen Fällen auch Schreiber zu sein. Beispielhaft ist hier natürlich ein Chatgespräch; aber auch wir als Autoren sind immer beides: Leser und Schreiber. Was heißt das aber für uns? Oder genauer, was machen wir mit diesem Wissen? 
Meine These besagt nun folgendes: Das Selbstkonzept des Lesers steht in Wechselwirkung mit demjenigen, welches man von sich selbst als Schreiber aufgebaut hat.

Dem Ansatz des Selbstkonzepts als Schreiber bin ich zurzeit im universitären Rahmen noch auf der Spur, deshalb beschäftige ich mich heute eher mit dem Anteil des Lesers in uns.
Das oben abgebildete Selbstkonzept als Leser umfasst für mich sowohl alle drei Ebenen von Rosebrock und Nix [1] und ihre Kernkompetenzen (grau), als auch die von mir zugeführten Untersuchungsschwerpunkte (bunt). Die Lesepraxis ist für mich die Selbsterfahrung als Leser, aus der man sein Selbstkonzept entwickelt. Während die Selbsterfahrungen nicht aktiv steuerbar, sondern nur erlebbar und wahrnehmbar sind, kann das Selbstkonzept als Leser individuell gestaltet werden. Je nach Situation kann es angepasst, sprich erweitert oder verändert werden.

Für uns als Autoren bedeutet das nun folgendes: 


Unser Selbstkonzept als Leser hat verschiedene Inhalte, aus denen es sich aufbaut. All diese Inhalte (Prozess, Subjekt, Soziales) sind kategorisiert als Notwendigkeiten. Keine ist relevanter als eine der anderen und auch zeitlich sind sie nicht nebeneinander zu stellen. Die ablaufenden Prozesse greifen ineinander über, sind aber als eigenständige Dimensionen des Lesens zu verstehen. Vor allem am Anfang einer Verbesserungsphase sollte man immer alle drei Kernkompetenzen im Auge behalten, während man liest und schreibt.
Man sollte immer bereit sein, sich selbst zu fragen …
… wie beeinflusst mein „Arbeitsplatz“ (ganz klassisch der Schreibtisch/Esstisch, oder auch mal die Couch/das Bett) mein Lesen und Schreiben? Wie beeinflusst er meine Motivation, meine Emotionen und auch meine Konzentration?
… wie kann ich meinen Alltag stressfreier gestalten? Wie kann ich Arbeit und Pause ordentlich trennen und wie viel Zeit sollte ich für beides einplanen?
… wann, wo und wie besorge ich mir Informationen? Sollte ich statt immer in die Bibliothek zu gehen auch mal das Internet durchsuchen oder anders herum? Sollte ich statt Bücher auch mal wieder Menschen befragen?
… wie belohne ich mich für getane Arbeit und wie bestrafe ich mich für Liegengelassenes? Muss ich mich überhaupt bestrafen oder sollte ich lieber mit positiver Bestätigung arbeiten?
… welche Methoden und Techniken beherrsche ich schon und sind sie für mein Vorhaben angemessen? Sollte ich mich noch ein wenig weiterbilden oder kann ich mit meinem jetzigen Stand arbeiten?
… sollte ich immer nur mit mir selbst diskutieren oder auch mal wieder andere Leute nach ihrer Meinung fragen?

Mit diesem theoretischen Hintergrund empfehle ich euch nun noch die weiteren Artikel des Schreibmeers, die sich detaillierter mit den unterschiedlichen Untersuchungsschwerpunkten befassen:
Basics
Motivation
Planung
Recherche
Überarbeitung
Inspiration
Stilistik

[1]  Rosebrock, Cornelia/Nix, Daniel: Grundlagen der Lesedidaktik und der systematischen Leseförderung. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 4., korrigierte und ergänzte Auflage 2011.

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Zum Weiterlesen:



Jenny bloggt außerdem auf https://jennifergreve.wordpress.com/