Samstag, 16. September 2017

Autobiografisches Schreiben: Wie es auch für andere spannend wird

„Viele kleine Mädchen sind Pferdenärrinen – in den Neunzigern bedeutete das, die Mädchenzeitschrift „Wendy“ zu abonnieren, auf einem Reiterhof zu jobben und Pferdebücher zu lesen beziehungsweise sich vorlesen zu lassen.
Ich war als Kind eine Hasennärrin. Zu meinen liebsten Märchen gehörte die russische Kindergeschichte vom „Sack mit Äpfeln“, dessen Protagonist ein Hasenpapa war.“


(aus meiner Kurzgeschichte „Hasenpfeffer“, veröffentlicht in „Ist ja tierisch!“)


Mittwoch, 13. September 2017

Wege aus der Überarbeitungsspirale

Der erste Entwurf ist beendet und die Geschichte lange genug liegen gelassen worden, um etwas Abstand zu kriegen. Doch die wirkliche Arbeit beginnt erst, denn nun steht die allseits gefürchtete Überarbeitung an. Das Fundament der Geschichte ist gelegt und die Zeiten, in denen man frisch-fröhlich darauf los tippen konnte, sind vorbei. Ab jetzt wird geformt, gekürzt, gedreht und gewendet, bis aus dem anfänglichen Rohschliff ein Diamant geworden ist.


Samstag, 9. September 2017

Der Künstlername – praktisches Gimmick oder lästiger Trend?

Es gibt zahlreiche Gründe, warum Autoren lieber mit einem Decknamen als ihrem bürgerlichen Namen unterwegs sind. Darüber haben wir schon einmal geschrieben und sogar ein Interview geführt. Da sich in letzter Zeit die Fragen zum Thema Künstlernamen häufen, möchte ich noch einmal gezielt darauf eingehen.


Mittwoch, 6. September 2017

Autorenwahnsinn

Autoren müssen wahnsinnig sein, sagt Annika Bühnemann. Aber so?

Mich macht es wahnsinnig, dass ich nicht schreiben kann. Also, ich kann schon schreiben, aber ich habe das Gefühl, es kommt kein vernünftiges Wort dabei heraus. Dabei übe ich doch schon seit Jahren.


Samstag, 2. September 2017

Bernsteinfarbene Flüssigkeit am lauen Sommerabend - Über Attribute, Metaphern und Originalität

Für Autorinnen und Autoren ist es gar nicht so einfach, den richtigen Ton für den Text zu finden. Denn er soll so vieles sein: fesselnd, aber nicht übertrieben. Geistreich, aber nicht plump. Er soll sich von anderen Texten unterscheiden, was Neues bieten – aber wurde nicht schon alles irgendwann einmal gedacht und aufgeschrieben? Wo sollen dann noch Originalität und Esprit herkommen?

Freitag, 1. September 2017

Frohes neues Jahr!

Die Schreibmeer-Kolumne. Einmal im Monat dürfen unsere Autoren unter diesem Deckmantel aus den Tiefen des Schreibmeers blubbern.


Zumindest fühlt es sich irgendwie so an.

Aber der Reihe nach.

Mittwoch, 30. August 2017

Gedanken aus dem Leben

Hallo ihr Schreibmeerlinge <3,

heute werde ich ein bisschen aus dem Nähkästen, das sich mein Leben nennt, plaudern. Zurzeit ist es für mich nicht leicht zu schreiben. Das tut weh, wirklich weh und manchmal frage ich mich, ob ich überhaupt noch das Zeug habe etwas zu schreiben, das andere begeistern kann. Das klingt vielleicht hochtrabend, denn wer kann schon wissen, was einen Leser wirklich begeistert, doch mir bringt es Freude. Ein strahlendes Lächeln auf dem Gesicht meiner Freunde zu sehen, wenn sie etwas lesen, das ich verfasst habe. Auch für mich selbst ist Schreiben oft eine Art der Therapie, denn auch ich kann mit meinen Geschichten mitfiebern. Kann mit ihnen lachen und traurig sein. Sie begleiten mich, seit ich klein bin und doch weiß ich – so sehr mich die Vorstellung quält, nicht mehr so zu schreiben, wie ich es lange Zeit konnte, frei und ohne nachzudenken –, dass sie mich nicht verlassen werden. In meinem Kopf werden sie ewig weiterleben, sich neu bilden – neue Welten, Wesen, Phantasien. Eins habe ich mit der Zeit gelernt: Ich bin jemand der seine Schmerzen, seine Trauer und seine Gedanken in Geschichten, Texten und Gedichten verarbeiten kann. Den Schritt, auch meine positiven Gedanken in Worte fassen zu können, bin ich noch nicht oft gegangen.